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» Die Friemersheimer Rheinaue:
Die Friemersheimer Rheinaue ist ein Teil des natürlichen Überschwemmungsgebietes des Rheins.

Zur Jahreswende 1993/94 und 1995 demonstrierte der Rhein dramatisch seine Urkraft, als er sein Hochwasser fast bis zur Dammkrone anschwellen ließ.
Seit 1979 ist die Rheinaue Naturschutzgebiet. 1991 kaufte die Stadt Duisburg den vor dem Deich gelegenen Grundbesitz der Firma Krupp für 7,5 Mio DM, wobei 80 % der Gelder als Zuschuss aus Mitteln des Ökologie-Programms Emscher/Lippe kamen.

Das Naturschutzgebiet ist 262 ha groß und erstreckt sich auf eine Länge von sechs Kilometern und max. 700 m Breite. Es reicht vom ehemaligen Krupp-Hafen bis zur Krefelder Stadtgrenze und ist durchzogen von gepflegten Rad- und Wanderwegen. Geschützt wird ein Stück Kulturlandschaft, das geprägt ist durch Obstwiesen, Hecken, Kopfbäume, Feldgehölze, dem Altrheinarm "Die Roos"sowie dem Werthschenhof.

In einem 1990 aufgestellten Pflege- und Entwicklungsplan wurde die ökologische Situation des Gebietes verbessert. 51000 Bäume und Sträucher wurden gepflanzt. Darunter 450 Obstbäume mit alten Sorten wie dem "Rheinischen Krummstiel" oder dem "Bohnapfel". Die urwüchsige Natur kehrte wieder zurück. Auf Ackerrandstreifen wachsen wieder Klatschmohn, Kornblumen und Kamille, so dass auch selten gewordene Insekten, Niederwild, Vögel und Amphibien zurückgefunden haben. Inmitten der Rheinaue liegt der "Werthschen Hof", der durch eine eigene Wallanlage vor Hochwasser geschützt ist.
1542 vom Moerser Grafen Wilhelm als Jagdschloss erbaut, wurde es 1584 auf Geheiß des Moerser Grafen Adolph in Brand gesetzt, um seinen Kriegsgegnern im Truchsessischen oder Kölner Krieg keine Unterkunft zu überlassen. Von der ehemaligen viertürmigen Anlage blieb lediglich ein achteckiger Turm verschont, der weitere 400 Jahre überstand und sich auch heute noch in gutem Zustand befindet. Der Hof wechselte in der Folgezeit häufig den Besitzer, bis 1828 Graf von Spee ihn kaufte. 1927 wurde er an Krupp verkauft und ist seit 1991 im Besitz der Stadt Duisburg. Er wird von der Familie Moritz bewirtschaftet. Das heutige Wohnhaus wurde 1910 errichtet, Stall und Scheune nach 1945.
Die Rheinaue bei Friemersheim erstreckt sich über eine Fläche von 262 Hektar. Sie reicht vom Rheinhauser Hafenbassin im Norden bis zur Krefelder Stadtgrenze im Süden. Das gesamte Gebiet ist seit 1991 im Besitz der Stadt, die seitdem den landschaftlichen Schutz dieses Fleckens Kulturlandschaft übernimmt. Das Gelände ist geprägt von Obstwiesen, Hecken, Kopfweiden und Feldgehölzen.

Die Rheinaue ist auch Teil des natürlichen Überschwemmungsgebietes des Rheins bei alljährlich auftretenden Hochwassern. Dabei erhält ein kleiner, ehemalig vom Strom abgetrennter Rheinarm, die "Roos", kurzzeitig wieder Verbindung mit dem Rhein. (Helmut Mootz)

Fakten:

  - Naturschutzgebiet seit 27. Juli 1979
  - 1992 von 181 auf 262 Hektar vergrößert
  - Ausdehnung ca. 6 x 0,7 Kilometer


Links:

» Herbstliche Impressionen, Oktober 2018
» Naturschutzgebiet Rheinaue Friemersheim
» Wikipedia: Naturschutzgebiet Rheinaue Friemersheim


Videos:

von Klaus Metzdorf:



von Burkhard Münster :



von Supercgun :



von Sascha Bruchwalski:









Bilder:

Bilder zum Vergrößern bitte anklicken























































































alte Bilder:




Hochwasser 1920



1929



1929

Fotos: Klaus Metzdorf